Kolumbien zählt nach dem schwersten Erdbeben seit Jahrzehnten mindestens 224 Tote, in der Strasse von Hormuz verhärten sich die Fronten zwischen Washington und Teheran, und an der Wall Street sammelt Nvidia mit sechs Finanzhäusern 500 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur ein. In Damaskus fiel ein Todesurteil gegen Bashar al-Assad, in Budapest wählte das Parlament einen Orban-Kritiker zum Staatspräsidenten. Und in Bern erklärte Aussenminister Ignazio Cassis, warum der Bundesrat die Neutralitätsinitiative ablehnt. Das Abend-Briefing vom Dienstag.
In Kolumbien ist die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Erdbeben auf mindestens 224 gestiegen, wie die NZZ am Dienstagnachmittag meldete. Das Beben der Stärke 7,4 erschütterte den Westen des Landes am Montag um 7.34 Uhr Ortszeit, das Epizentrum lag nahe San José del Palmar in rund 103 Kilometern Tiefe, wie der Geologische Dienst Kolumbiens mitteilte. In einer digitalen Datenbank sind mehr als 2'000 Menschen als vermisst registriert, vor allem in Cali und Pereira. Präsident Abelardo de la Espriella, erst seit wenigen Tagen im Amt, rief den Notstand aus: 60 Gebäude stürzten vollständig ein, mehr als 1'500 Wohnhäuser wurden schwer beschädigt, dazu 18 Spitäler und 52 Schulen, und 6 Flughäfen sind für den kommerziellen Verkehr ausser Betrieb (Tagesschau). Die Gouverneurin von Valle del Cauca, Dilian Francisca Toro, nannte allein für ihre Region über 550 Verletzte.